Kirchennachrichten September 2009
Jahreslosung
2009
Was bei den
Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Lukas 18, 27
Wort zur Besinnung
zum 1. September
Am 1. September
2009 jährt sich zum siebzigsten Mal der Beginn des Zweiten
Weltkriegs. Viele von uns haben diese Zeit nicht miterlebt. Nur die
Älteren werden dazu vielleicht noch persönliche Erinnerungen haben.
Und doch müssen wir uns alle an dieses Datum und die darauf
folgenden schlimmen Ereignisse erinnern lassen. Millionen Menschen
wurden in diesem schreck-lichen Krieg getötet und es kam zum
Holocaust, diesem unvorstellbar grausamen Verbrechen, das Menschen
unseres Volkes am jüdischen Volk - verblendet durch eine
rassistische Ideologie - verübt haben. Wir können und dürfen diese
Geschichte nicht verdrängen. Ebenso wenig haben wir heute ein Recht
dazu, die Zeit und die jungen Menschen, die damals in den Krieg
ziehen mussten, einfach pauschal zu verurteilen. Doch wie gehen wir
mit unserer Geschichte um? Versuchen wir daraus Lehren zu ziehen und
uns unserer Verantwortung heute zu stellen?
In einem Wort unserer sächsischen Landeskirche heißt es dazu: „Wir
bitten die Gemeinden, sich tatkräftig für die Erziehung zum Frieden
einzusetzen und Wege zur Überwindung von Gewalt und
Gewaltbereitschaft zu suchen. Noch längst sind nicht alle Wunden
verheilt, die Menschen an Leib und Seele im 2. Weltkrieg
davongetragen haben. Neue kriegerische Auseinandersetzungen haben
seitdem auch Europa und zahlreiche Regionen der Welt gezeichnet.
Immer wieder erschrekken wir darüber, was Menschen anderen Menschen
antun konnten und antun können. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen
Geschichtsverfälschung und gegen die Verharmlosung der Schrecken des
Krieges“.
Die Herrhuter
Losung vom 1.9. gibt uns in diesem Jahr dazu auch eine gute
geistliche Orientierung:
Gott spricht:
Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren
bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.
Zefanja
3, 19
Es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben
und die Heiden durch den Glau-ben.
Römer 3, 30
Folgen wir dem
Wort Gottes und tun wir das uns Christen Mögliche, um mitzuhelfen,
dass Menschen lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Der Schutz des
Lebens und die Würde jedes Menschen sind Werte, für die wir auch
heute wieder „kämpfen“ müssen.
Herzlich grüßt Sie Pfr.
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