Ev.-Luth. Kirche Zschorlau
mit den Gemeinden
Albernau und Burkhardtsgrün

Kirchennachrichten September 2009

Jahreslosung 2009
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.                   Lukas 18, 27

Monatsspruch September 2009 Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.      Lukas 12, 34

 

Wort zur Besinnung zum 1. September

Am 1. September 2009 jährt sich zum siebzigsten Mal der Beginn des Zweiten Weltkriegs. Viele von uns haben diese Zeit nicht miterlebt. Nur die Älteren werden dazu vielleicht noch persönliche Erinnerungen haben. Und doch müssen wir uns alle an dieses Datum und die darauf folgenden schlimmen Ereignisse erinnern lassen. Millionen Menschen wurden in diesem schreck-lichen Krieg getötet und es kam zum Holocaust, diesem unvorstellbar grausamen Verbrechen, das Menschen unseres Volkes am jüdischen Volk - verblendet durch eine rassistische Ideologie - verübt haben. Wir können und dürfen diese Geschichte nicht verdrängen. Ebenso wenig haben wir heute ein Recht dazu, die Zeit und die jungen Menschen, die damals in den Krieg ziehen mussten, einfach pauschal zu verurteilen. Doch wie gehen wir mit unserer Geschichte um? Versuchen wir daraus Lehren zu ziehen und uns unserer Verantwortung heute zu stellen?
In einem Wort unserer sächsischen Landeskirche heißt es dazu: „Wir bitten die Gemeinden, sich tatkräftig für die Erziehung zum Frieden einzusetzen und Wege zur Überwindung von Gewalt und Gewaltbereitschaft zu suchen. Noch längst sind nicht alle Wunden verheilt, die Menschen an Leib und Seele im 2. Weltkrieg davongetragen haben. Neue kriegerische Auseinandersetzungen haben seitdem auch Europa und zahlreiche Regionen der Welt gezeichnet. Immer wieder erschrekken wir darüber, was Menschen anderen Menschen antun konnten und antun können. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Geschichtsverfälschung und gegen die Verharmlosung der Schrecken des Krieges“.

Die Herrhuter Losung vom 1.9. gibt uns in diesem Jahr dazu auch eine gute geistliche Orientierung:

Gott spricht: Ich will die Zerstreuten sammeln und will sie zu Lob und Ehren bringen in allen Landen, wo man sie verachtet.  Zefanja 3, 19
Es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glau-ben.
  Römer 3, 30 

Folgen wir dem Wort Gottes und tun wir das uns Christen Mögliche, um mitzuhelfen, dass Menschen lernen, Konflikte friedlich zu lösen. Der Schutz des Lebens und die Würde jedes Menschen sind Werte, für die wir auch heute wieder „kämpfen“ müssen.
Herzlich grüßt Sie Pfr. Eberhardt Schmoldt

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