Ev.-Luth. Kirche Zschorlau
mit den Gemeinden
Albernau und Burkhardtsgrün

Kirchennachrichten November 2009

Jahreslosung 2009
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.                   Lukas 18, 27

Monatsspruch November 2009
Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.         1. Thessalonicher 4, 14

Haus- und Straßensammlung der Diakonie vom 13. - 22. November 2009
Wir sammeln unter dem Motto „Gib mir eine Chance. - Wege in die Arbeitswelt für Menschen mit Behinderung“.
Wie wird es nach der Schule weitergehen? Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ist für alle Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung. Ganz besonders aber für junge Menschen mit einer geistigen Behinderung.

Julius S. hatte Glück. Noch während seiner beiden letzten Schuljahre konnte er sich im Rahmen eines Praktikums in einem Unternehmen ausprobieren. Und wurde dort unentbehrlich. Das Unternehmen hat ihn eingestellt - ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz mit allem drum und dran. Diese Erfahrung hat aus einem schüchternen und sozial eher zurückgezogenen Menschen einen strahlenden und selbstbewussten jungen Mann gemacht.

Doch dieser direkte Einstieg in die Arbeitswelt gelingt selten. Nur wenige junge Menschen mit einer geistigen Behinderung werden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt. Für die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler von Förderschulen für geistig Behinderte beginnt das Berufsleben im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). Modellprojekte und Praxiserfahrungen haben aber gezeigt, dass die Chancen auf einen Einstieg in den Arbeitsmarkt direkt nach der Schule größer sind. Und zwar immer dann, wenn die berufliche Orientierung möglichst frühzeitig begann und die Arbeitswelt mit ihren Angeboten noch während der Schulzeit kennen gelernt werden konnten.
Es ist also wichtig, jungen Menschen schon während der Schulzeit die Chance zu geben, ihre Neigungen, Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt unter betrieblichen Unternehmensbedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln. Diese Erfahrungen und Kontakte können dann auch bei der beruflichen Bildung in den Werkstätten weiter vertieft werden.
Damit dies möglich ist, kümmern sich Schulen und auch Berufsbildungsbereiche der WfbM um Kooperationspartner in der Wirtschaft. Sie müssen Konzepte entwickeln, die es den jungen Menschen ausgehend von den vorhandenen Fähigkeiten ermöglichen, sich schrittweise an ein Arbeitsleben in einem Unternehmen zu gewöhnen. Das kann und muss auf ganz individuelle Weise geschehen.
Beispielsweise durch
    
- Praxistage,
    
- Praktika jede Woche und über ein ganzes Schuljahr hinweg,
    
- Berufsbildung auf einen betrieblichen Arbeitsplatz usw.
Ziel aller Angebote sind Erfahrungen fürs (Berufs)Leben, Teilhabe am Arbeitsleben und die Entwicklung tragfähiger beruflicher Perspektiven. Das alles erfordert Ideen, viel Einfühlungsvermögen und eine gute Begleitung – sowohl der jungen Menschen selbst als auch der Unternehmen, die sich für eine Zusammenarbeit öffnen.
Das alles kostet auch Geld. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir möchten mit Ihrer Spende die diakonischen Träger von Förderschulen für geistig Behinderte und von Werkstätten für Menschen mit Behinderung darin unterstützen, jeweils zu ihrer Region passende Konzepte umzusetzen, damit junge Menschen den für sie richtigen Weg in die Arbeitswelt gehen können.
Bitte unterstützen Sie diese Arbeit mit Ihrer Spende.
Weitere Informationen:

Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens e.V.
Obere Bergstr. 1, 01445 Radebeul
www.diakonie-sachsen.de

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