Ev.-Luth. Kirche Zschorlau
mit den Gemeinden
Albernau und Burkhardtsgrün

Kirchennachrichten Mai 2011

Jahreslosung 2011
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.           Römer 12, 21

Monatsspruch Mai 2011
Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.  Römer 15, 13

 

2017 feiern wir 500 Jahre Reformation. Seit 2008 bereiten sich evangelische Chris­ten auf dieses Jubiläum vor, indem zentrale Themen des christlichen Glaubens je­weils ein Jahr lang in den Mittelpunkt gerückt werden. „Reformation und Freiheit“ heißt das Thema für 2011, im Mittelpunkt stehen dabei vor allem unsere Taufe und die Taufe unserer Kinder.
Die Taufe ist ein wichtiges Ereignis im Leben eines Men-schen. - Nach Monaten des Wartens, der Vorfreude und der Vorbereitung ist es endlich da. Ein kleines Kind, an dem schon alles dran ist: Nase, Zehen und winzige Fingernägel. Die meisten Eltern spüren angesichts dieses Wunders eine große Dankbarkeit. Gleichzeitig ahnen sie, dass eine große Verantwortung auf sie zukommt. Sie werden das Kind ver-sorgen, nach ihren Kräften vor Schaden behüten, ihm beiste-hen und es aufs Leben vorbe­reiten. Vielen spricht der tiefe Wunsch aus dem Herzen: „Dies Kind soll unversehrt blei-ben.“ Sie sehnen sich nach einem Schutz für das Neugebore-ne, den sie selbst nicht gewährleisten können.
Alle dieses Gefühle und Hoffnungen verbinden viele mit der Taufe. Lieder greifen den Dank der Familie für das neue Fa-milienmitglied auf. In den Gebeten wird der Wunsch nach Gesundheit und Wohlergehen des Kindes, aber auch die neue Ver­antwortung der Eltern vor Gott gebracht. In den Paten ha-ben die Eltern liebe Men­schen an ihrer Seite, die sie in der Sorge um das Kind unterstützen. Gottes Segen für den ge-meinsamen Weg wird Kind und Eltern zugesagt.
Wer sein Kind oder sich selbst taufen lässt, ist an spürbarer Begleitung und kon­kreter Unterstützung im Leben interes-siert. Weit über all das und weit über unser Verstehen hinaus reicht jedoch das, was in der Taufe geschieht: Hier bindet sich Jesus Christus an Menschen und sagt ihnen ganz per-sönlich zu: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir.“ In der Taufe erleben wir Gottes Liebe, die für alle Zeit gültig ist.
In den letzten Jahren ist - laut Umfragen - der Wunsch die ei-genen Kinder oder sich selbst taufen zu lassen, deutlich ge-wachsen. Wenn Sie Eltern eines Kindes sind und noch über-legen, ob und wo Sie ihr Kind taufen lassen oder sich selbst taufen lassen möchten, dann sprechen Sie Ihren Pfarrer doch darauf an.
Die Taufe ist voraussetzungslos, aber nicht folgenlos. Sie ist ein sichtbares Zeichen, das Christen untereinander verbindet.

Eckhard Klabunde, Pastoralkolleg der Landeskirche 


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