Kirchennachrichten Mai 2009
Jahreslosung 2009Was bei den
Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Lukas 18, 27
Monatsspruch Mai 2009
Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben. Kolosser 2, 14
Haus- und Straßensammlung der
Diakonie
Die Sammlung ist für die Arbeit
der Telefonseelsorge bestimmt.
Aus Worten können Wege werden! Telefonseelsorge in Sachsen
„Ich bin völlig durcheinander, völlig fertig
mit den Nerven. Zur Zeit geht alles schief und ich habe niemanden,
mit dem ich darüber reden kann.“
„Ich glaube nicht, dass Sie mir helfen können. So vieles habe ich
schon versucht. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich kann
nicht mehr.“
So erleben die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge oft die ersten
Minuten eines Telefongespräches. Dann wissen sie, hier ruft ein
Mensch in großer Not an und sucht einen Gesprächspartner oder
einfach nur jemanden, der ihm zuhört.
Jeder Mensch kann unvermutet in eine Lebenskrise geraten. Oft ist
dann die Telefonseelsorge die einzige Möglichkeit, jemanden zu
finden, mit dem man sprechen kann. Für manche und manchen ist sie
buchstäblich die letzte Rettung.
Wer sich etwas von der Seele reden will, findet bei der
Telefonseel-sorge Menschen, die sich auf die Anrufenden einlassen,
indem sie ihnen vor allem zuhören und versuchen, sie zu
unterstützen. Dies geschieht anonym und vertraulich. Die
Telefonseelsorge kann Probleme nicht lösen. Aber sie kann helfen,
dass Anrufende Wege finden. Wer seine Probleme in Worte fassen muss,
sieht sie klarer. Im Gespräch können Anrufende menschliche Nähe,
Zuwendung und Anstoß zu neuem Lebensmut erfahren.
Die Arbeit der sechs Telefonseelsorgestellen der Diakonie in Sachsen
hat in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Angebot der Hilfe
und Begleitung in Krisensituationen entwickelt.
Zur Zeit stehen 430 qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter zur Verfügung, sodass die Telefonseelsorge in Sachsen
rund um die Uhr gesprächsbereit ist. Die fachliche und
organisatorische Begleitung erfolgt durch insgesamt 8 hauptamtliche
Mitarbeitende.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen ihr Engagement als
die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen für den Nächsten und
damit für die Gesellschaft.
Am Telefon wird viel Schweres, Belastendes, Erschreckendes und
Bedrohliches gehört. Der Impuls zu helfen und die Erfahrung, es
nicht zu können, müssen ebenso ausgehalten werden wie
entgegen-gebrachte Wut, Aggression, Beschimpfung, Beleidigung oder
auch ein „Gespräch“, das nur aus Schweigen besteht. Der Dienst am
Telefon setzt darum eine hohe persönliche und fachliche Kompetenz
voraus. Daher ist eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung sowie
fachliche Begleitung nötig.
Die Spenden der Haus- und Straßensammlung der Ev.-Luth. Landeskirche
Sachsens im Frühjahr 2009 sollen die Aus- und Fortbildung der
ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Telefonseelsorge der Diakonie
in Sachsen unterstützen.
Vielen Dank!
Bitte unterstützen Sie diese Arbeit mit Ihrer Spende. Vielen Dank!
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