Ev.-Luth. Kirche Zschorlau
mit den Gemeinden
Albernau und Burkhardtsgrün

Kirchennachrichten Mai 2009

Jahreslosung 2009

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.                              Lukas 18, 27

Monatsspruch Mai 2009

Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.    Kolosser 2, 14

Haus- und Straßensammlung der Diakonie 15. bis 24. Mai 2009 

Die Sammlung ist für die Arbeit der Telefonseelsorge bestimmt.
Aus Worten können Wege werden!
Telefonseelsorge in Sachsen 

„Ich bin völlig durcheinander, völlig fertig mit den Nerven. Zur Zeit geht alles schief und ich habe niemanden, mit dem ich darüber reden kann.“
„Ich glaube nicht, dass Sie mir helfen können. So vieles habe ich schon versucht. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Ich kann nicht mehr.“
So erleben die Mitarbeitenden der Telefonseelsorge oft die ersten Minuten eines Telefongespräches. Dann wissen sie, hier ruft ein Mensch in großer Not an und sucht einen Gesprächspartner oder einfach nur jemanden, der ihm zuhört.
Jeder Mensch kann unvermutet in eine Lebenskrise geraten. Oft ist dann die Telefonseelsorge die einzige Möglichkeit, jemanden zu finden, mit dem man sprechen kann. Für manche und manchen ist sie buchstäblich die letzte Rettung.
Wer sich etwas von der Seele reden will, findet bei der Telefonseel-sorge Menschen, die sich auf die Anrufenden einlassen, indem sie ihnen vor allem zuhören und versuchen, sie zu unterstützen. Dies geschieht anonym und vertraulich. Die Telefonseelsorge kann Probleme nicht lösen. Aber sie kann helfen, dass Anrufende Wege finden. Wer seine Probleme in Worte fassen muss, sieht sie klarer. Im Gespräch können Anrufende menschliche Nähe, Zuwendung und Anstoß zu neuem Lebensmut erfahren.
Die Arbeit der sechs Telefonseelsorgestellen der Diakonie in Sachsen hat in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Angebot der Hilfe und Begleitung in Krisensituationen entwickelt.
Zur Zeit stehen 430 qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, sodass die Telefonseelsorge in Sachsen rund um die Uhr gesprächsbereit ist. Die fachliche und organisatorische Begleitung erfolgt durch insgesamt 8 hauptamtliche Mitarbeitende.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen ihr Engagement als die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen für den Nächsten und damit für die Gesellschaft.
Am Telefon wird viel Schweres, Belastendes, Erschreckendes und Bedrohliches gehört. Der Impuls zu helfen und die Erfahrung, es nicht zu können, müssen ebenso ausgehalten werden wie entgegen-gebrachte Wut, Aggression, Beschimpfung, Beleidigung oder auch ein „Gespräch“, das nur aus Schweigen besteht. Der Dienst am Telefon setzt darum eine hohe persönliche und fachliche Kompetenz voraus. Daher ist eine kontinuierliche Aus- und Fortbildung sowie fachliche Begleitung nötig.
Die Spenden der Haus- und Straßensammlung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens im Frühjahr 2009 sollen die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Telefonseelsorge der Diakonie in Sachsen unterstützen.
Vielen Dank!
Bitte unterstützen Sie diese Arbeit mit Ihrer Spende. Vielen Dank!

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