Kirchennachrichten Juni 2011
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römer 12, 21
Monatsspruch Juni 2011
Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, wo er nicht soll, und wird noch ärmer. Sprüche 11, 24

Wer handelt eigentlich in der Taufe? Gott oder
der Mensch? Und: Wie gehören Taufe und Glaube zusammen?
Unser Herr Jesus Christus hat bekanntlich die
Taufe einge-setzt und angeordnet, dass getauft wird „auf den Namen
(Gottes) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geis-tes“ (Matth
28, 19-20). Damit wird deutlich, dass da etwas von Gott her
geschieht, was wir selbst nicht machen können. Denn der Name Gottes
steht für Gott selbst, der heilig und voller Liebe zu uns Menschen
ist, ganz unabhängig, ob und wie stark wir (schon) an ihn glauben.
Und so handelt Gott in der Heiligen Taufe geheimnisvoll und
liebevoll an einem Menschenkind, ganz unabhängig auch von seinem
Alter. Gott selbst ermöglicht und schenkt in der Taufe eine
lebendi-ge Verbindung zwischen sich und dem Täufling. Was Jesus
Christus durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung für uns
bewirkt hat, wird dem Täufling persönlich zugespro-chen und
geschenkt. So kommt die Gnade Gottes uns entge-gen und „berührt“
uns. Sie gilt uns lange, bevor wir uns be-wusst „entscheiden“ (Röm
5, 8; Eph 2, 8). Darum ist die Kindertaufe „biblisch“ und voll
gültig. Zur Taufe muss aber der Glaube kommen, denn die
Lebensverbindung mit Gott will ja entdeckt und gelebt werden. Das
ist nun die große Verantwortung, in die wir als Eltern und Paten und
auch als Gemeinde für unsere getauften Kinder (von Gott) gestellt
sind: dass wir für sie beten und ihnen ein rechtes Vorbild ge-ben;
dass wir selbst im Glauben in der Verbindung mit Gott leben und
unsern Alltag meistern. Kein Kind darf unversorgt bleiben. Kein
getauftes Kind soll ohne geistliche Begleitung aufwachsen. Und doch
ist es immer ein Gnadengeschenk, wenn ein Mensch zum Glauben kommt
und sein Licht zu leuchten beginnt. Dann muss man sich aber
keinesfalls noch mal taufen lassen. Sondern wie Kinder ein Geschenk
aus-packen, so dürfen wir „das Gottesgeschenk“ unserer Taufe dankbar
annehmen und entdecken, was unser Herr da alles schon für uns hinein
gelegt hat, damit unser neues Leben mit IHM gelingt.
Herzlich grüßt Sie Ihr Pfarrer E.Schmoldt
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