Kirchennachrichten Juni 2009
Jahreslosung
2009
Was bei den
Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Lukas 18, 27
Monatsspruch
Juni 2009
Petrus sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife
ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk
willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.
Apostelgeschichte 10, 34-35
Liebe Gemeindeglieder,
„Das Beste für unsere Kinder“
- dazu sagen wir Christen gern ein volles Ja. Doch was ist das Beste? Unser
Staat will sehr viel Geld dafür locker machen. Mehr Krippen- und
Kindergartenplätze will man schaffen. Ganztagsschulen werden eingerichtet, wo
die Kinder auch nachmittags viele Lern- und Freizeitangebote bekommen. Das alles
soll Eltern entlasten und vor allem Muttis ermöglichen, so bald wie möglich
wieder arbeiten gehen zu können. Spätestens hier müssen wir Christen
zurückfragen: Ist das wirklich gut?
Geben wir Eltern hier nicht zu schnell unsere Verantwortung für unsere Kinder
aus der Hand? Was unsere Kinder vor allem brauchen, sind
feste Bezugspersonen, die Zeit und
ein offenes Ohr für sie haben. Sie brauchen das
Gefühl der Geborgenheit zu Hause und
dass sie spüren, dass sie uns mit
ihren kleinen und größeren Anliegen nicht zu viel sind. Kinder brauchen uns
Eltern auch, um sich an uns zu
orientieren, dass sie an uns erleben, wie man liebevoll miteinander umgeht.
Dass wir ihnen die Maßstäbe
mitgeben, was gut und böse ist und wie man sich zum Beispiel auch beim anderen
entschuldigt. Es kann nicht immer alles nach dem Kopf des Kindes gehen, sondern
es muss auch lernen, sich einzufügen.
Und es sollte es als schön erleben, wenn alle Familienmitglieder am Tisch
beim Essen zusammen sind. Unsere Familien sind und bleiben der wichtigste
„Lernort“ für unsere Kinder. Diese besondere Aufgabe, die Gott Müttern und
Vätern gegeben hat, kann keine noch so gute Einrichtung ersetzen. Zugegeben: Es
ist auch anstrengend und kostet Kraft, aber es lohnt sich.
Unsere Kinder sollen durch uns
innerlich stabil und lebenstüchtig
werden. Schließlich hat Gott uns doch unsere Kinder anvertraut. Und sie
sollen auch von uns und durch uns das erste Zutrauen zur Liebe Gottes gewinnen.
Unser Vorbild, das wir als Väter und
Mütter unsern Kindern geben, wie wir
selbst den Glauben an Gott leben, wird für sie prägend werden. Darum sollte
es uns nicht zu viel sein, dass wir
sonntags auch mit unseren
Kindern gemeinsam zum Gottesdienst
gehen, denn hier können wir - auch mit unseren Kindern gemeinsam - das „Beste“
für unser Leben empfangen.
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