Ev.-Luth. Kirche Zschorlau
mit den Gemeinden
Albernau und Burkhardtsgrün

Kirchennachrichten Januar 2009

Jahreslosung 2009

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.        Lukas 18, 27

Monatsspruch Januar 2009

Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.          Psalm 16, 8

Besinnung  im  Advent 

„Gott sei Dank!“ - sagen wir manchmal ziemlich gedankenlos. Dabei fällt es uns doch oft gar nicht so  leicht, wirklich dankbar zu sein. - Schauen wir auf das zu Ende gehende Jahr: Was bleibt uns vor allem in Erinnerung? Krisen mit all ihren Verunsicherungen? Tage besonderen Glücks oder manche Erfolge, die wir auch erleben durften? Oder Zeiten der Krankheit oder gar der Verlust eines lieben Menschen. Wer so etwas durchleben musste, kann das nicht so „wegstecken“. Und Enttäuschungen und Ängste haften tiefer in der Seele, als wir oft denken. Da hat man genug damit zu tun, alles irgendwie zu verkraften? Und dann noch dankbar sein? Das lässt sich nicht verordnen wie eine Pille. - Unterschiedlichste Erfahrungen können uns  eins bewusst machen: wir Menschen haben nicht alles „im Griff“. Auf Versprechungen von Menschen kann man sich nur „bedingt“ verlassen. Und manchmal sind wir dann doch sehr enttäuscht und fühlen uns allein gelassen. Die Adventszeit bietet uns wieder eine besondere Chance. Wir können inne halten, uns besinnen und Halt und Hoffnung dort suchen, wo sie wirklich zu finden sind, bei dem lebendigen Gott. Aber wie schaffen wir das? Wie kommen wir dazu? Die vorweihnachtlichen Hektik und die Geschäftigkeit überfallen uns „alle Jahre wieder“. Doch müssen wir dem nachgeben? Gott sei Dank! Nein. Wir können uns besinnen. Dazu sollten wir uns unsere Zeit gut einteilen und aus vielen guten Angeboten auswählen: Adventsmusik und Weihnachtsfeiern, auch die Gottes-dienste in unseren Kirchen, der Schein der Kerzen und Lichterbögen. All das ist gute Tradition. Aber „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit ...“ heißt noch mehr: Gott ist im Kommen. Er ist unterwegs zu uns. Halten wir die „Türen“ unserer Herzen offen für IHN, dann wird ER auch bei uns einkehren mit seinem Trost und seiner Hilfe. Und was wird das bei uns bewirken? - Was uns an Schuld belastet, können wir los werden. Was uns Sorgen macht, können wir ab-geben. Manche Last ist jedoch weiter zu tragen. Aber wenn wir in allem etwas gelassener, dankbarer, ja sogar wieder mutiger werden könnten … Gott lässt uns nicht allein. Dieses  Advents- und Weihnachtsgeheimnis gilt es neu zu entdecken. Von dem wird auf unser Leben ein Licht fallen, das uns zutiefst dankbar und froh machen kann. Im Vertrauen auf die Monatssprüche für Dezember und Januar dürfen wir uns das auch von Gott erbitten. Und mit diesen „Licht“-worten grüße ich Sie herzlich und wünsche uns allen einen guten Weg ins neue Jahr hinein

Ihr Pfarrer E. Schmoldt

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